MCSE-Zertifikate für NT 4 gelten länger als geplant
Eigentlich wollte Microsoft das MCSE-Zertifikat für Windows NT 4.0 nächstes Jahr für ungültig erklären; nun dürfen dessen Besitzer den Titel weiter führen.
Ursprünglich wollte Microsoft zum Jahreswechsel all jenen den Titel Microsoft Certified System Engineer (MCSE) aberkennen, die ihn mit Windows NT 4.0 erlangten. Ein solches Vorgehen ist bei Microsoft bislang nach einer gewissen Zeit üblich, wenn neue Systeme auf den Markt kommen, wodurch die zuvor gültigen Kurse und Prüfungen nicht mehr den aktuellen Software-Revisionen entsprechen. Nun dürfen die Besitzer des MSCE-Zertifikats, die es mit NT erworben haben, ihren Titel behalten, müssen allerdings in einem Zusatz explizit auf NT hinweisen. Für Umsteiger auf die Windows-2000-Schiene hält Microsoft spezielle Update-Kurse bereit, damit diese nicht wieder alle Teilprüfungen ablegen müssen.
Für das von Händlern sehr begehrte Logo Microsoft Certified Partner zählen die NT-4-Titel aber nicht länger – Firmen, die das entsprechende Signet führen wollen, müssen ihre Mitarbeiter zur Update-Schulung und zur entsprechenden Prüfung schicken.
Zudem gibt es bei Microsoft zukünftig ein neues Zertifikat zu erwerben: den MCSA (Microsoft Certified Systems Administrator). Als Grund für die Einführung dieses Titels gibt der Software-Konzern an, es habe sich gezeigt, dass die Fähigkeiten eines MCSE "Design- und Implementierungsfähigkeiten umfassen, die nicht direkt auf die Funktion eines System-Administrators anwendbar sind". Die Prüfung für den MCSA umfasse einen Untermenge der MCSE-Prüfung; sie sei speziell auf die Fähigkeiten ausgerichtet, die für die "erfolgreiche Verwaltung und Problembehebung bei den ständigen Anforderungen von Windows-2000-Systemen" notwendig seien. (hes)