Computer am Handgelenk
IBM und Citizen wollen gemeinsam mit einer drahtlos vernetzbaren Armbanduhr das wearable computing Realität werden lassen. Auf der Uhr läuft ein abgespecktes Linux 2.4 mit der grafischen Oberfläche Microwindows.
IBM und Citizen wollen gemeinsam mit einer drahtlos vernetzbaren Armbanduhr das wearable computing Realität werden lassen. Auf der Uhr läuft ein abgespecktes Linux 2.4 mit der grafischen Oberfläche Microwindows. Der jetzt vorgestellte Prototyp wiegt 43 Gramm, enthält einen 32-Bit-Mikroprozessor, 16 MByte Flash-Speicher und 8 MByte DRAM, ein LCD-Display mit 320 × 240 Pixeln sowie ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Ein Fingerabdruckleser dient zur Identifizierung des Besitzers.
Bedient wird die Uhr über Touchpad, Knöpfe und ein Drehrad. Zusätzlich enthält das Gerät einen Beschleunigungsmesser; man will erforschen, ob es möglich ist, die Funktionen der Uhr auch über Armbewegungen zu steuern. Das Gerät kann über Bluetooth oder IrDA Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen, um beispielsweise ein Notebook fernzusteuern oder über ein Handy ins Internet zu gehen. Die elektronische Wunderuhr ist allerdings noch weit von der Marktreife entfernt: Der Prototyp dient vor allem Forschungszwecken. Bereits im Sommer 2000 hatten die IBM Labs eine (allerdings noch sehr klobige) Linux-Armbanduhr präsentiert. Auf der diesjährigen CeBIT hatte eine ebenfalls mit Linux ausgestattete Armbanduhr Aufsehen erregt, deren organische LED-Anzeige auf einem Display von gut 2 mal 1,5 Zentimetern 640 × 480 Bildpunkte anzeigte. (odi)