4-Megapixel-Mini von Olympus

Ihre neue 4-Megapixel-Digicam C-40 Zoom hat die Firma Olympus am Rande der IFA vorgestellt.

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  • Dr. Klaus Peeck

Ihre neue 4-Megapixel-Digicam C-40 Zoom hat die Firma Olympus am Rande der IFA vorgestellt. Die kleine Schwester der C-4040 ist nur 68,5 x 87 x 43,5 mm (HxBxT) groß, bietet aber dennoch einen reichen Funktionsumfang. So ist neben den voll- und halbautomatischen Belichtungsmodi und einigen Motivprogrammen auch die vollmanuelle Einstellung möglich. Das gilt auch für die Fokussierung, die im manuellen Modus von einer Entfernungsskala unterstützt wird, außerdem blieb von der größeren Schwester die Spotmessung erhalten.

Angesichts der Gehäusegröße musste Olympus das Zoom-Objektiv schrumpfen, jetzt kommt es 2,8-fach mit einem KB-äquivalenten Brennweitenbereich von 35 bis 98 mm daher und vor allem erheblich lichtschwächer: Nur noch auf F2,8 bis 4,8 bringt es das kleine Objektiv, das in Ruheposition durch einen von den Olympus-Kompaktmodellen schon bekannten Gehäuseschieber geschützt wird.

Gespeichert werden die Bilder Olympus-typisch auf den gegenüber den CompactFlash-Cards inzwischen preislich ins Hintertreffen geratenden SmartMedia-Karten, von denen ein 16-MByte-Exemplar mit Panorama-Funktion mitgeliefert wird. Die Speicher-, Bildgrößen- und Kompressionsmodi sind umfangreich wählbar, einschließlich der Möglichkeit, native TIFF-Daten aufzuzeichnen. Auch kleine MPEG-Videoclips können eingefangen und über eine kleine Videoschnittfunktion sogar bearbeitet werden.

Für die Praxis relevanter erscheint der "one touch"-Weißabgleich, der die Vollautomatik und die fest vorgegebenen Weißabgleichs-Stufen (hoffentlich) sinnvoll ergänzt. Dabei wird man – wie bei Digitalkameras allgemein üblich – den eingebauten LCD-Monitor besser nicht zur Farbkontrolle heranziehen. In der C-40 ist er 1,5 Zoll groß und löst 114.000 Pixel auf.

Den Datentransfer zum Computer vermittelt "exklusiv" ein kombinierter USB/AV-Anschluss, der die unnötige Vielzahl an Kabelvarianten ("neu entwickelter 8-Pin-Kontakt") um eine erhöht und das Hot-Plugging unterschiedlicher USB-Geräte wieder etwas unkomfortabler gestaltet.

In Sachen Gehäusegröße hat die Olympus unter den 4-Megapixel-Modellen derzeit klar die Nase vorn, allerdings besitzt sie noch immer etwa das doppelte Gehäusevolumen einer Canon Ixus V und trägt dabei leider insbesondere in der Dicke deutlich stärker auf. Prinzipiell erfreulich ist die Stromversorgung wahlweise über zwei Mignonzellen gelöst, die preiswert nachkaufbar und in den hochkapazitativen NiMH-Varianten inzwischen in die Bereiche um 1800 mAh vorgedrungen sind. Welche effektiven Laufzeiten bei dann nominell nur 2,4 Volt auf diese Weise erzielbar sind, werden Praxistests zeigen müssen.

Die kleine Olympus soll "ab Spätherbst" in den Handel kommen und einschließlich der 16-MByte-Speicherkarte und einer IR-Fernbedienung knapp unter 2000 Mark kosten. (klp) / (wst)