US-Videospiele-Industrie mit kräftigem Umsatzzuwachs

Der Videospiele-Markt hat im Jahr 2001 sowohl in den Bereichen Hard- als auch Software in den USA einen kräftigen Umsatzzuwachs verzeichnet.

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Von
  • David Adamczewski

Der Videospiele-Markt hat im Jahr 2001 in den USA einen kräftigen Umsatzzuwachs verzeichnet. Dies geht aus einer Marktstudie der NPD Group hervor. Demnach stieg der Umsatz der Konsolenhardware um 43 Prozent auf 9,4 Milliarden US-Dollar; noch im Jahr 2000 lag er bei 6,58 Milliarden US-Dollar. Etwas geringer sind die Umsätze durch den Verkauf von Spielen gestiegen. Dieser Branchenzweig erwirtschaftete im vergangenen Jahr 1,42 Milliarden US-Dollar -- 4,4 Prozent mehr als im Jahr 2000 (1,36 Milliarden US-Dollar).

Nach Ansicht der Marktforscher ist der kräftige Umsatzzuwachs vor allem durch die Markteinführung der so genannten Next-Generation-Konsolen zustande gekommen. So habe sich die Xbox in Nordamerika bisher mehr als 1,5 Millionen Mal und Nintendos GameCube 1,2 Millionen Mal verkauft. Die Markteinführung des Game Boy Advance tat ihr Übriges. Marktführer blieb jedoch Sony: Die Japaner konnten laut NPD Group im vergangenen Jahr 6,6 Millionen Playstation-2-Konsolen verkaufen.

Eine Prognose über das Jahr 2002 wollen die Analysten jedoch noch nicht abgeben. Nach Ansicht der Analysten kamen die guten Umsatzzahlen vorwiegend durch die hohen Verkaufspreise der Konsolen zustande. Um in diesem Jahr ein ähnliches Ergebnis präsentieren zu können, müssen die Hersteller mehr Konsolen verkaufen. Ein möglicher Garant für die zunehmende Verbreitung der Videospiele-Konsolen ist in diesem Jahr laut der NPD Group die viel umworbene Internet-Kompatibilität. "Das ist der nächste Level bei den Konsolen," prognostiziert der Senior Account Executive Richard Ow bei NPD. Viel skeptischer betrachtet Forrester die angekündigten Online-Modi der Konsolen. Diese werden sich nach Ansicht der Analysten erst im Jahr 2005/2006 durchsetzen können. (daa)