FBI hilft Spanien beim EntschlĂĽsseln

Die spanische Polizei konnte verschlĂĽsselte Dateien der ETA nicht knacken.

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Von
  • Florian Rötzer

Seit einigen Monaten halten sich FBI-Mitarbeiter in Spanien auf, um der spanischen Polizei dabei zu helfen, Dateien von Computern, die bei der Fahndung nach der ETA beschlagnahmt worden sind, zu knacken. Offenbar hatte es die spanische Polizei in verschiedenen Fällen nicht geschafft, an die Daten heranzukommen, worunter angeblich die Verfolgung der ETA gelitten habe.

Diese Kooperation gilt als Ergebnis der guten Beziehungen zwischen Spanien und den USA, die nach dem 11. 9. noch spürbar besser geworden sei. Der spanische Außenminister Josep Piqué hatte bereits im letzten Juni nach dem Besuch von US-Präsident Bush bekannt gegeben, dass die USA Spanien beim Kampf gegen die ETA "aus der Perspektive der Technik, der Information und dem Abhören von Kommunikation" helfen würden. Im Gegenzug war Spanien der US-Regierung beim damals noch weit umstritteneren Raketenabwehrschild entgegen gekommen. Seiner Zeit wurde vermutet, dass die Amerikaner möglicherweise der spanischen Regierung auch beim Abhören von Kommunikation mit dem Lauschsystem Echelon unterstützten könnten. John Ashcroft, der amerikanische Justizminister, hatte bei seinem Besuch in Madrid im Dezember bestätigt, dass die USA die "führende Rolle" Spaniens beim Kampf gegen den Terrorismus stärken wolle.

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