Mehr Nicht-Amerikaner für den "Internet-Oscar" erwünscht
Die Kandidatenkür für den sechsten Webby-Award in San Francisco hat begonnen. Die Anmeldefrist läuft bis zum 15. Februar.
Die Kandidatenkür für den sechsten Webby-Award in San Francisco hat begonnen. Bis zum 15. Februar können sich Seitenbetreiber als Kandidat für den selbst ernannten "Oscar des Internet" bei der "Academy of Digital Arts and Sciences" anmelden. Die Zahl der Anträge, vor allem aus Ländern wie Brasilien, Zypern und Korea, die erstmals an dem Wettbewerb teilnehmen, habe die Erwartungen überstiegen, erklärte Webby-Vorsitzende Maya Draisin am Donnerstag der dpa.
Wie beim großen Vorbild Hollywood feiern sich die Vereinigten Staaten mit diesem Ereignis aber hauptsächlich selbst. So waren im letzten Jahr nur rund 15 Prozent der Teilnehmer Nicht-Amerikaner. Von den 150 Preisanwärtern 2001 kamen nur fünf aus Europa. Für dieses Jahr haben sich aus Deutschland nach Angaben der Veranstalter bis jetzt rund 20 Webdesigner und Internetseiten, überwiegend aus Hamburg und Frankfurt, angemeldet. Um dem Namen "World Wide Web" gerecht zu werden, sei eine noch stärkere Beteiligung aus Europa gewünscht, sagte Draisin.
Willkommen sind jedoch nur Seiten, welche die prominente, 370-köpfige Akademie verstehen kann, daher werden nur englischsprachige oder "visuelle" Webseiten berücksichtigt. Prominenz wie David Bowie, Björk, Oracle-Chef Larry Ellison und Regisseur Francis Ford Coppola geben dann ihren mehr oder weniger fachmännischen Kommentar zu den eingereichten Werken ab. Wie im vergangenen Jahr werden 150 Bewerber in 30 Kategorien nominiert, darunter in Sparten wie Aktivismus, Mode, Kunst, News, Finanzen, Reise, persönliche und verrückteste Webseiten. Die Verleihung findet am Mittwoch, den 18. Juli 2002 in San Francisco statt. (cgl)