Handwerksbetriebe zögern vorm Schritt ins Internet
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat das Zögern der Handwerksbetriebe beim Errichten eines eigenen Internetauftritts bemängelt.
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat das Zögern der Handwerksbetriebe beim Errichten eines eigenen Internetauftritts bemängelt. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung geht Müller davon aus, dass bisher lediglich 50 Prozent der kleinen Betriebe das Internet nutzen. Gerade bei diesem Betrieben sehe er noch erheblichen Nachholbedarf. Dies sagte der Wirtschaftsminister anlässlich der Preisverleihung des Internetpreises des Deutschen Handwerks in Berlin.
An dem vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie erstmals gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Deutschen Telekom und dem Wirtschaftsmagazin impulse ausgeschriebenen Wettbewerb nahmen 304 Unternehmen teil, drei davon wurden ausgezeichnet. Den ersten Platz erreichte die Karl Baumgartner GmbH in Augsburg. Koncraft Manufakturen (virtuelle Schreinerei aus Furtwangen) und Augenoptik Bennewitz in Annaberg-Buchholz belegten die Plätze zwei und drei.
Minister Müller wertete die rege Beteiligung am Wettbewerbung als Erfolg: "Das große Interesse am Internetpreis zeigt deutlich, dass das Internet Eingang in das Handwerk gefunden hat und immer mehr Betriebe erkennen, welche wirtschaftlichen Chancen damit verbunden sind. Wer das wirtschaftliche Potenzial der neuen Techniken in Zukunft erfolgreich ausschöpft, braucht sich im globalen Wettbewerb keine Sorgen um seine Existenz zu machen."
Der Internetpreis des Deutschen Handwerks wird alljährlich noch bis zum Jahr 2004 verliehen und soll die Handwerksbetriebe dazu ermutigen, das Internet zur Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen. Nach Ansicht der Bundesregierung ist das Geschäft übers Internet Teil des globalen Wettbewerbs, der auch nach der gegenwärtigen Konsolidierungsphase mit moderaterem Tempo fortbestehen werde. (daa)