Kein Microsoft-Müsli mehr für Novell-Kunden
Netzwerkhersteller Novell hat in einem Rechtsstreit gegen den Konkurrenten Microsoft Recht bekommen.
Netzwerkhersteller Novell hat in einem Rechtsstreit gegen den Konkurrenten Microsoft Recht bekommen. Anfang Oktober hatte Novell das Gericht bemüht, nachdem rund 3000 Novell-Kunden Post von Microsoft bekommen hatten. Die Sendung bestand aus einer Pappschachtel, die die Aufschrift "Microsoft Server Crunch" trug und wie eine Müsli-Verpackung gestaltet war. In dem aufgedruckten Text war behauptet worden, Novell-Software habe ein "Verfallsdatum" und werde bald unbrauchbar sein. Auf Anweisung des Gerichts musste Microsoft nun einen Brief an die betroffenen Novell-Kunden schicken, in dem diese Behauptungen zurückgenommen werden.
Hintergrund der Microsoft-Kampagne ist die Übernahme der Beratungsfirma Cambridge Technology Partners durch Novell sowie generelle Bestebungen des Netzwerkspezialisten, verstärkt Beratungsdienstleistungen anzubieten. Während dies laut Novell eine Erweiterung der Produktpalette bedeutet, möchte man in Redmond den Eindruck erwecken, als zöge sich Novell demnächst aus dem Software-Geschäft zurück.
Sehr glaubwürdig erscheinen diese Behauptungen nicht, zumal mit Netware 6 kürzlich eine neue Version des Novell-Netzwerkbetriebssystems herausgebracht wurde. Auch bei anderen Produkten gibt es Neuerungen. So teilte das Unternehmen gestern mit, dass die Version 2.0 der Web-Sicherheitssoftware iChain zur Verfügung steht, mit der der Zugriff auf ausgedehnte Firmennetzwerke besser kontrollierbar sein soll. (dwi)