Chat bei heise online: DSL-Flatrates

Befinden sich die Anbieter von DSL-Flatrates in der Gigabyte-Falle? Sprecher von 1&1 und QSC stellen sich am Freitag den Fragen von Usern und Redakteuren.

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Von
  • Michael Wilde

Gerade mal anderthalb Jahre ist es her, als diverse Internet-Provider eingestehen mussten, dass sie sich bei der Kalkulation der Flatrates für schmalbandige Verbindungen gehörig verrechnet hatten. Power-User, die ihre Flatrate rund um die Uhr nutzten, und das Telekom-Abrechnungsmodell, das nur den Minutentakt kennt, waren nicht in Einklang zu bringen. Beim Sterben der preiswerten Flatrates blieben viele Anbieter auf der Strecke. Die verbliebenen Provider beschränken sich bei den Flatrates heute fast ausschließlich auf DSL-Zugänge. Diese bieten wie das TV-Kabel zwar eine erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeit, sind aber nicht überall verfügbar.

Mehr Audio, mehr Video, mehr Multimedia – das versprechen die DSL-Anbieter ihren Kunden und tappen damit offenbar in die Gigabyte-Falle. Waren es bei der ISDN-Flatrate die User, die ständig online blieben, die die Kalkulation der Provider durcheinander brachten, sind es jetzt die User, die in rauen Mengen Musik, Filme und Software downloaden.

Die 1&1 Internet AG stellte bereits wenige Wochen nach dem Start ihren Pauschaltarif ohne Volumenbegrenzung zur Verärgerung der kurzfristig gewonnenen 30.000 Kunden wieder ein. Das Unternehmen setzt jetzt auf Angebote mit eingeschränkten Downloadvolumen. Auch der DSL-Anbieter QSC, der schnellere DSL-Verbindungen anbietet als der Marktführer Telekom, kam mit den Download-Aktivitäten seiner Kunden nicht klar. Er reduzierte Ende vergangenen Jahres kurzerhand die Bandbreite für bestimmte Filesharing-Dienste. Satt der erwarteten rund 120 KByte/s beträgt die Übertragungsrate auf einigen Ports nur 32 KByte/s. QSC hat jedoch versprochen, die Beschränkungen in diesen Wochen wieder aufzuheben.

Werden die DSL-Flatrates so enden wie ihre Vorgänger? Sind auch sie ein nur ein Auslaufmodell? Wir wollen diese und ähnliche Fragen mit unseren Gesprächspartnern diskutieren. Der Vorstandssprecher der 1&1 Internet AG, Andreas Gauger, wird zur Einstellung seiner Flatrate Stellung beziehen. Der Chief Operating Officer der QSC AG, Gerd Eickers, wird erläutern, warum sein Angebot nicht immer die maximale Geschwindigkeit zulässt. Aus der c't-Redaktion nehmen Johannes Endres und Axel Vahldiek teil. Beide befassen sich intensiv mit Technik und Angeboten der Internet-Zugangs-Provider.

Der Chat findet an diesem Freitag (4.1.02) von 15 bis 16 Uhr statt. Der Chat-Raum ist bereits ab 14 Uhr geöffnet. Links auf der Homepage von heise online und auf unseren Chat-Seiten führen dann direkt zur Veranstaltung. (mw)