Milzbrand- statt Krebsforschung verärgert Freiwillige

United Devices muss sich rechtfertigen: Mitglieder des verteilten Rechenprojektes fĂĽhlen sich hintergangen.

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Von
  • Markus Werntges

Mitglieder des Projektes Cancer Research, das United Devices in Zusammenarbeit mit Intel und der Universität Oxford durchführt, fühlen sich hintergangen: Sie werfen dem Unternehmen vor, die auf ihrem Computer freigestellte Rechenleistung anstatt für die Krebsforschung ungefragt auf die Forschung für ein Mittel gegen Milzbrand umgestellt zu haben. Das berichtet der Internet-Newsdienst Ananova.

Das bewährte Prinzip des verteilten Rechnens wurde nach dem Terroranschlag auf die USA um ein Projekt erweitert, bei dem nach einem Mittel gegen Milzbrand geforscht wird. Allerdings beschwerten sich registrierte Mitglieder, dass sie nicht über eine Umstellung des Forschungsprojektes auf ihrem PC in Kenntnis gesetzt worden sind. In einer Stellungnahme von United Devices hieß es, dass in den Nutzungsbedingungen ein Wechsel des Forschungsprojektes nicht ausgeschlossen werde. Laut Ananova behauptet United Devices allerdings, die Abonnenten des Newsletter seien zusätzlich informiert worden, wie sie auch nach Beginn des Milzbrand-Projektes bei dem Krebs-Projekt bleiben könnten.

Mitglieder, die wissen wollen, wie sie wieder zu dem Krebs-Projekt wechseln können, finden weitere Informationen auf der United Devices Webseite. Diejenigen, die den Bildschirmschoner des Projektes von der Intel-Webseite heruntergeladen haben, sind von dem automatischen Wechsel nicht betroffen. (prak)