Kliniken investieren verstärkt in Informationstechnologie
Im vergangenen Jahr sind durchschnittlich 1,6 Prozent des Gesamtumsatzes deutscher Kliniken in Computer- und Informationstechnik investiert worden.
Deutsche Krankenhäuser investieren verstärkt in computergesteuerte Managementsysteme. Im vergangenen Jahr sind durchschnittlich 1,6 Prozent des Gesamtumsatzes deutscher Kliniken in Computer- und Informationstechnik investiert worden. Entsprechend groß sei die Nachfrage nach Fachpersonal, hieß es bei der Eröffnung der größten deutschen Messe für den EDV-Einsatz im Gesundheitsbereich. Die Messe ist in das 13. "Forum für Krankenhaus-Software" eingebettet, das die Fachhochschule Flensburg und Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein veranstalten. 35 Fachvorträge stehen auf dem Programm. Zu den beiden Informationstagen werden mindestens 1500 Besucher erwartet.
1996 seien von den Kliniken nur etwa ein Prozent des Umsatzes für Computereinrichtungen ausgegeben worden, sagte Professor Roland Trill vom Studiengang Krankenhaus-Management der Fachhochschule Flensburg. Um eine effektive Verwaltung und Vernetzung im Gesundheitssektor zu erzielen, seien mindestens 3,5 Prozent anzustreben. Obwohl es bei wachsendem Kostendruck schwer falle, "so müssen wir das Geld dafür haben", denn das trage letztlich zu Einsparungen bei, ergänzte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Bernd Krämer.
Die Fachausstellung bedeutet "Messe-Premiere" für die neue Campus-Halle, die im Dezember vergangenen Jahres eröffnet wurde. Es beteiligen sich bis einschließlich Donnerstag fast 70 Aussteller. Präsentiert werden unter anderem Festpreissysteme für Krankenhäuser und neue Programme für Gesundheitsnetzwerke. Was die Auftragslage betrifft, gehen die Anbieter von der "Ruhe vor dem Sturm" aus. Frühestens Mitte dieses Jahres und 2003 werde es zu einer "richtig schönen Auftragswelle" kommen, prognostizierte Trill. (dpa) / (jk)