Internetapotheke freut sich ĂĽber 50.000 Stammkunden
Insgesamt 70.000 Kunden bestellten 2001 Medikamente im Wert von rund fünf Millionen Euro. Drei Viertel der Besteller seien Stammkunden, erklärte DocMorris.
Die niederländische Internetapotheke DocMorris schaut zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Nach eigenen Angaben bestellten insgesamt 70.000 Kunden Medikamente im Wert von insgesamt rund fünf Millionen Euro. Drei Viertel aller Kunden kauften ihre Arzneimittel regelmäßig bei DocMorris; die Einmalbestellungen spielten ganz im Gegensatz zu den ersten Geschäftsmonaten im Jahr 2000 keine wichtige Rolle mehr, hieß es bei dem Online-Anbieter.
Der sich für 2001 ergebende Umsatz von rund 75 Euro je Kunde reicht nach Ansicht von DocMorris-Marketing-Chef Jens Apermann für ein kostendeckendes Wirtschaften jedoch noch nicht aus. Bei angenommenen vier Bestellungen im Gesamtwert von rund 400 Euro pro Kunde und Jahr schreibe DocMorris auf jeden Fall schwarze Zahlen, erklärte Apermann gegenüber heise online. Der Gewinnschwelle solle noch in diesem Jahr erreicht werden. Apermann gab gleichzeitig seinen Rückzug aus der DocMorris-Geschäftsleitung bekannt: Er sehe seine Aufgabe als Marketingchef als weitgehend erfüllt an. In Zukunft gehe es vor allem darum, die Organisation und Effizienz zu verbessern.
In Deutschland versuchen Pharmaindustrie und Apothekerverbänder schon länger, den Internetvertrieb von Medikamenten zu stoppen. Der Rechtsstreit um die Aktivitäten von DocMorris beschäftigt bereits mehrere Landgerichte und den Europäischen Gerichtshof. Zuletzt hatten mehrere Betriebskrankenkassen angekündigt, Direktabrechnungen der niederländischen Apotheke mit ihren Versicherten zu akzeptieren. Sie versprechen sich davon eine Preisersparnis von bis zu 15 Prozent. (hod)