Nortel-Chef ist optimistisch, Analysten sind eher skeptisch

Die Vorgabe "10 Prozent weniger Umsatz gegenĂĽber dem vierten Quartal 2001" sei erreichbar, meint CEO Fred A. Dunn.

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Zehn Prozent weniger Umsatz gegenüber dem vierten Quartal 2001 gab Nortel bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen im Januar als Vorgabe aus. Selbst dieses Ziel zu erreichen sei ein anspruchsvolles Vorhaben, meinte CEO Frank A. Dunn nach einem Bericht des Wall Street Journal auf einer Analystenkonferenz in New York. Erst im vierten Quartal 2002 werde der zweitgrößte nordamerikanische Hersteller von Telecom-Ausrüstungen in die Gewinnzone zurückkehren.

Analysten sind skeptisch, ob Dunn mit seinen Prognosen Recht behalten und sein Unternehmen noch in diesem Jahr den "break-even point" erreichen wird. Der erwartete Zuwachs bei den Verkäufen und die Einsparungen durch die kürzlichen Umstrukturierungen würden dafür nicht ausreichen. Mitte Januar hatte Nortel einen Quartalsverlust von 1,83 Milliarden US-Dollar gemeldet und einen Umsatzeinbruch von 58 Prozent. Das Unternehmen geriet zuletzt in die Schlagzeilen, als Finanzchef Terry Hungle wegen umstrittener persönlicher Investments zurücktreten musste. (anw)