Intel inside an der TU Berlin

Mit einer Sachspende des Chipherstellers Intel wurde heute an der Technischen Universität Berlin das "Intel Net Business Lab" eröffnet.

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Von
  • Richard Sietmann

Dank der Hardware-Spende aus dem Hause Intel stehen den Wirtschaftsinformatikern um Professor Hermann Krallmann vom Fachgebiet Systemanalyse und EDV der TU Berlin seit heute 15 hochmoderne Arbeitsplätze zur Programmentwicklung zur Verfügung. Vier PowerEdge 2500 Server mit zwei 1,26-GHz-Pentium-III-Prozessoren, 15 Workstations Precision 340, fünf Notebooks Latitude C810 nebst Scanner, Drucker, Router und unterbrechungsfreier Stromversorgung bilden die technische Plattform des Net Business Lab. In ihm arbeiten Krallmann und seine insgesamt 53 Mitarbeiter in Drittmittelprojekten gemeinsam mit Unternehmen auf den Schwerpunkten "Internet-basierte Prozessabwicklung", "Modellierung und Simulation", "Javabasierte intelligente Agenten" sowie "Wissens- und Veränderungsmanagement’.

Zu den Arbeitsgebieten gehören beispielsweise die Analyse und Entwicklung eines Internet-gestützten Wertpapier-Beratungssystems für die Vereins- und Westbank AG oder, gemeinsam mit der Siemens AG, eine integrierte Online-Plattform zur Produktideen-Entwicklung unter Einbeziehung externen Kundenwissens. "Die große Welle der New Economy ist abgeflacht, aber die Nachfrage nach qualitativ hochwertig ausgebildeten Studenten ist gestiegen", erklärte Krallmann bei der Eröffnung des neuen Labors zur Realisierung und Implementierung von B2B- und B2C-Geschäftsmodellen.

Für den Sponsor Intel ist das Berliner Engagement eines von inzwischen 80 Förderprojekten an so genannten "Fokus-Universitäten", mit denen der Chiphersteller rund um den Globus akademische Einrichtungen mit den eigenen Geschäfts- und Forschungsaktivitäten vernetzen will. Zu diesem Zweck stellt er die neueste IT-Ausstattung kostenlos zur Verfügung. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit bilden dabei die Bereiche E-Business und Mobile Computing. In Deutschland ist beispielsweise die TU München mit dem vor einem Jahr eingerichteten I-Lab Nutznießer des Programms; weitere Zentren gibt es in Frankreich, Großbritannien, Israel und Südafrika. Die beteiligten Hochschulgruppen treffen sich einmal jährlich mit Intel-Forschern auf einem "Academic Forum" zu einem zwei- bis dreitägigen Erfahrungsaustausch, bei dem aktuelle Forschungsrichtungen und neue Projekte geplant werden.

Eigenen Angaben zufolge investiert Intel jährlich mehr als 100 Millionen US-Dollar weltweit in schulische und universitäre Ausbildungsprogramme. "Wir machen das natürlich nicht ganz selbstlos", begründete der Geschäftsführer Intel Zentraleuropa, Jürgen Thiel, das Engagement in Berlin. "Wir erhoffen uns davon nicht nur kompetente Mitarbeiter für Intel, sondern auch für unsere Kunden, weil uns das letzten Endes auch hilft." (Richard Sietmann) / (jk)