D21 fordert IT-Konzepte an allen Schulen
Nur wenn technische Ausstattung, Lehrerfortbildung und fachdidaktische Konzepte verzahnt werden, können die Neuen Medien die Wissensvermittlung verbessern, zieht die Initiative D21 Bilanz.
"Die technische Ausstattung ist auf einem guten Weg, die Lehrerfortbildung im Bereich Neue Medien erlebt eine große Resonanz in allen Bundesländern, es gibt erste fachdidaktische Konzepte", zieht die Initiative D21 anlässlich der Bildungsmesse in der kommenden Woche Bilanz. "Und doch ist der entscheidende Punkt die Verzahnung aller drei Bereiche und das an jeder Schule", sagte Dr. Martina Roth von Intel, Leiterin der D21-Arbeitsgruppe Fortbildung von Lehrkräften.
Das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler bei der Pisa-Studie hat die Bildungsdebatte neu entfacht. Neue Medien sind nach Ansicht der D21-Unternehmen ein entscheidendes Instrument, die Wissensvermittlung zu verbessern. Mit gut ausgebildeten Lehrkräften und einem stimmigen Medienkonzept könne computergestütztes Lernen die Eigenaktivität von Schülern stärker fördern und effizienter sein als Unterricht mit Kreide und Tafel. Die Lehrkräfte sind nach den Erfahrungen der Initiative D21 von der neuen Art des Unterrichts überwiegend begeistert. Ähnliche Positionen, wenn auch etwas kritischer, hatte das Forum Bildung kürzlich in seinem Abschlussbericht vertreten.
Abgelehnt werden von D21 Ausbildungen von Lehrkräften zu Netzwerkadministratoren. "Lehrkräfte sollen mit Schülern arbeiten und nicht Festplatten montieren", sagte Wolfgang Vanscheidt, Fujitsu Siemens Computer GmbH. Als Alternative schlägt die Initiative D21 vor, Schul-Server in kommunalen Rechenzentren aufzubauen und dort professionell betreuen zu lassen. Als positive Beispiele für die gelungene Verzahnung von Technologie und bestehenden Schulkonzepten nennt die Initiative D21 die Partnerprogramme e-nitiative.nrw und Schulen in Niedersachsen online.
Die Anwendung neuer Medien in jedem Unterrichtsfach sei ein Prozess, den Bildungspolitiker, Schulen und Wirtschaft gemeinsam organisieren müssten. Auch Zukunftsmodelle wie "mobiles Lernen" müssten mehr Qualität im Bildungswesen gewährleisten und durch Zugangsmöglichkeiten zu den neuen Medien für alle Schülerinnen und Schüler die Chancengleichheit wahren. (anm)