Tiscali steht knapp vor der Gewinnzone
Der Internet-Provider konnte im abgelaufenen Quartal seinen Verlust von 44,8 Millionen Euro im dritten Quartal 2001 auf 7 Millionen Euro eindämmen.
Tiscali konnte im abgelaufenen Quartal seinen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 44,8 Millionen Euro im dritten Quartal 2001 auf 7 Millionen Euro eindämmen. Der Umsatz beim italienischen Telecom-Unternehmen, das auch in Deutschland aktiv ist, erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 6 Prozent auf 201,6 Millionen Euro.
Einen ersten Schritt in die Gewinnzone konnte das Unternehmen also noch nicht machen, dafür rühmt es sich, mit 16 Prozent Marktanteil in Europa zu führen: 7,3 Millionen Surfer sind mit Hilfe Tiscalis im Netz unterwegs. Somit haben die Italiener ein selbst gestecktes Ziel erreicht. Die Ergebnisse belegten denn auch den "Erfolg der Umstrukturierungs- und Integrationspläne, die nach einer Reihe von bedeutenden Akquisitionen in den letzten zwei Jahren verfolgt wurden", heißt es aus dem Hause Tiscali.
Zur Liste der Übernahmen gehören Nextra im Dezember 2001, der deutsche Provider surfEU und der englische Anbieter Springboard Internet Services Limited im April 2001 und Planet Intercom ebenfalls im vergangenen Frühling. Zu den Umstrukturierungsmaßnahmen gehörte die Entlassung von zehn Prozent der Mitarbeiter, die Tiscali im Sommer 2001 angekündigt hatte.
Nachdem Tiscali zuletzt den Schwerpunkt auf Integration und Umstrukturierung legte, will sich das Unternehmen in diesem Jahr auf "organisches Wachstum" sowie auf die "europaweite Profilierung des Markennamens" konzentrieren. (anw)