Shoah Foundation mit speziellem Breitband-Angebot

Ein neues Angebot der Stiftung fĂĽr die Holocaust-Forschung bietet multimediale Inhalte.

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Rund 50.000 Zeugenberichte aus 57 Ländern in 32 Sprachen über die Leiden der Juden während der Nazi-Herrschaft versammelt die Shoah Visual History Foundation mittlerweile. Gegründet wurde sie 1994 durch den US-amerikanischen Filmregisseur Steven Spielberg, nachdem er den Film Schindlers Liste abgedreht hatte. Die Website der Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gedenken an die Judenverfolgung durch Videoaufzeichnungen aufrecht zu erhalten, bietet nun ein besonderes Angebot für den breitbandigen Zugang zum Internet.

Im Unterschied zum Standard-Angebot sind die erweiterten Seiten mit Filmen bestĂĽckt, die sich mit Apples QuickTime-Player betrachten lassen. In Videos werden beispielsweise die Shoa-Stiftung vorgestellt und eine beispielhafte Zeugenaussage einer Ăśberlebenden gezeigt sowie Unterrichtsmaterialien angeboten. AuĂźer durch die multimedialen Elemente unterscheidet sich das Breitbandangebot nicht wesentlich von dem fĂĽr den normalen Internetzugang.

Neben der Shoa-Foundation widmen sich im weltweiten Netz immer mehr Angebote der Geschichtsforschung. Seit Januar veröffentlichen die Cornell University und die Rutgers University Dokumente zu den Nürnberger Prozessen. Seit vorigem Jahr informiert die Ellis Island Foundation auf ihrer Internet-Präsenz über das Schicksal der US-amerikanischen Einwanderer.

Derzeit entwickeln Wissenschaftler der John Hopkins Universität in Baltimore ein spezielles Spracherkennungssystem für die Holocaust-Forschung. Dabei geht es darum, die vielen verschiedensprachigen Aussagen automatisch zu indizieren und so besser zugänglich zu machen. (anw)