Endgültige Schließung des Augsburger AT&S-Werks droht
Für Werk des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S in Augsburg mit rund 400 Beschäftigten gibt es bislang doch keine neuen Perspektiven.
Für das von der Schließung bedrohte Werk des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S in Augsburg mit rund 400 Beschäftigten gibt es bislang doch keine neuen Perspektiven. Bis jetzt gebe es keinen neuen Investor, sagte Geschäftsführer Christian Fleck am Freitag bei einer Betriebsversammlung in Augsburg. Die Enttäuschung bei den Mitarbeitern sei groß, berichtete Fleck.
Ein Interessent habe ein Patent für ein elektronisches Gerät für die Automobilindustrie, das er in Augsburg fertigen lassen wolle, sagte Jürgen Kerner von der IG Metall Augsburg. Allerdings bräuchte die Firma einen Investor, der die Herstellung finanziert. Nach Auskunft von Kerner sollen am kommenden Mittwoch noch einmal wichtige Gespräche im Hauptsitz der Firma in Wien geführt werden. "Wenn diese Gespräche negativ verlaufen, will AT&S das Werk am 31. Oktober schließen", sagte Kerner.
Vom 1. November an hätten die Beschäftigten zunächst von einer Beschäftigungsgesellschaft übernommen werden sollen, in der sie sich weiter bilden können. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, sei fraglich, berichtete Fleck. Zuvor müsse ein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat stattfinden. Näheres wollte Fleck nicht mitteilen. Die Geschäftsführung arbeite im Moment an einem Geschäftsplan, der das Bestehen der Firma sichern soll.
Bei AT&S in Augsburg ruht wegen der schlechten Auftragslage seit rund fünf Monaten die Produktion. Die Beschäftigten erhalten Kurzarbeitergeld. (dpa) / (jk)