Novell hat in Deutschland keinen Grund zum Jammern
Das US-amerikanische Softwareunternehmen baut in Deutschland weniger Arbeitsplätze ab als in anderen Ländern.
Das US-amerikanische Softwareunternehmen Novell will in Deutschland verhältnismäßig weniger Arbeitsplätze abbauen als in anderen Ländern. "In Deutschland sind rund fünf Prozent der Belegschaft betroffen", sagte Horst Nebgen, Geschäftsführer der deutschen Novell GmbH, am Mittwoch der dpa. Außerdem sollen Büros zusammengelegt werden, um Kosten zu sparen. Der Anbieter von Netzwerk- und Internetsoftware beschäftigt derzeit in Deutschland rund 400 Frauen und Männer.
Die US-Mutter hatte vergangene Woche angekündigt, weltweit 1400 oder 19 Prozent der insgesamt 7400 Angestellten zu entlassen. Das Deutschland-Geschäft laufe besser als die Aktivitäten in anderen Ländern. "Für uns gibt es im Moment keinen Grund zum Jammern", sagte Nebgen. Die deutsche Tochter stehe vor einem wichtigen Abschluss. Nebgen schätzt ihn als den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte in Europa ein. Für das Jahr 2002 rechnet er insgesamt mit einem Ende des Investitionsstaus. "Viele Unternehmen halten vor der Einführung des Euro ihr Geld zurück." (anw)