Glasfaser-Hersteller Corning macht hohe Verluste

Nachlassende Geschäfte mit Telecom-Firmen machen Corning zu schaffen.

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Der weltgrößte Glasfaser-Hersteller Corning musste im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2001 hohe Verluste hinnehmen. Im dritten Quartal hat das Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 21 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Verlust beträgt 220 Millionen US-Dollar gegenüber einem Gewinn von 254 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor. In den ersten neun Monaten dieses Jahres betrug der Umsatz 5,3 Milliarden US-Dollar bei einem Verlust von 4,8 Milliarden US-Dollar gegenüber einem Gewinn von 480 Millionen US-Dollar zwischen Januar und September 2000.

Corning führt die Verluste auf die schweren Einbrüche im Geschäft mit den Telecom-Unternehmen zurück. Die Gesellschaft reagierte kürzlich mit einer weit reichenden Umstrukturierung, Massenentlassungen von 12.000 Mitarbeitern beziehungsweise 28 Prozent der Belegschaft bis zum Jahresende und Betriebsschließungen. In der nächsten Woche beginnt Corning mit der Einstellung seiner Optikfaser-Fertigung, die bis zum Jahresende laufen solle. Für das vierte Quartal 2001 rechnet Corning nur noch mit einem Umsatz von einer Milliarde US-Dollar und mit einem Pro-forma-Verlust von 20 bis 25 Cents je Aktie. (anw)