VerbraucherschĂĽtzer wollen Viag wegen Euro-Umrechnung verklagen
Wegen einer Preiserhöhung um 17 Prozent bei der Euro-Umstellung droht Viag Interkom erneuter Ärger.
Dem Telekommunikationsunternehmen Viag Interkom steht wegen der Euro-Umrechnung eines Telefontarifs eine erneute Klage von Verbraucherschützern ins Haus. Die Verbraucherzentrale Hamburg habe dem Unternehmen eine Frist bis zum 26. November gesetzt, um auf die vorgesehene Aufrundung eines Tarifs zu verzichten, sagte Viag-Sprecher Frank Wienstroth gegenüber heise online. Damit bestätigte er einen entsprechenden Bericht des Magazins Focus Money. Nach Informationen des Magazins planen die Verbraucherschützer eine Klage, wenn Viag Interkom diese Frist verstreichen lässt.
Viag Interkom habe aber keine Änderungen vor, sagte der Firmensprecher. "Wir haben nach kaufmännischen Regeln gerundet." Daraus ergebe sich bei einem Tarif eine Erhöhung des Minutenpreises um rund 17 Prozent auf 3 Eurocent. Bislang kostet dieser Tarif fünf Pfennig (2,56 Eurocent). Bei anderen Tarifen sei hingegen nach kaufmännischen Regeln abgerundet worden, sagte Wienstroth.
Die Beschwerde der Verbraucherzentrale liege Viag Interkom bislang zudem nur per Fax und nicht in der nach Ansicht des Unternehmens notwendigen Form eines Einschreibens vor. Daher sehe man bei Viag Interkom bislang keinen Handlungsbedarf. (axv)