Panne bei T-Online: Computerspiel zum kostenlosen Download angeboten
T-Online hat heute zugegeben, das Computerspiel AquaNox im Internet versehentlich kostenlos angeboten zu haben.
T-Online hat heute eingeräumt, das Computerspiel AquaNox kostenlos im Internet angeboten zu haben. "Es ist ein Fehler auf unserer Seite geschehen, der sicherlich nicht noch einmal auftreten wird", sagte T-Online-Sprecher Michael Schlechtriem gegenüber heise online. Unklar bleibt jedoch, warum die Redaktion die Software nicht schon viel früher gelöscht hatte. Nach Angaben von Schlechtriem sei diese auch am Wochenende besetzt.
Am vergangenen Sonnabend hat T-Online die Alpha-Version des PC-Spiels AquaNox zum kostenlosen Download angeboten, obwohl diese Version lediglich für den internen Test-Gebrauch innerhalb der Redaktionen gedacht war. Nach Angaben des Publishers Fishtank Interactive (FI) handelte es sich dabei um eine Preview-Version des Spiels, das derzeit noch von Massive Development entwickelt wird. Zwar ist die Preview-Version mit einem Passwort geschützt, dieses Passwort kursierte allerdings bereits auf einschlägigen Seiten im Internet. Die Veröffentlichung des Spiels ist für den 11.10.2001 vorgesehen.
Die FI-Sprecherin, Ulla Wenderoth, möchte sich ausdrücklich von dieser illegal verbreiteten Version distanzieren: "Wir haben alle unsere Kontakte darüber informiert, dass es sich bei der Version nicht um das für die Öffentlickeit vollständige Spiel handelt. Die Alpha ist ausschließlich für die angeschriebenen Presseorgane vorgesehen, damit diese ihre Leser entsprechend im Vorfeld über das Produkt informieren können, bevor es im Handel erscheint." Wenderoth klagt zudem darüber, dass der Link zum Download in der Rubrik Fun@T-Online so lange existierte.
Der AquaNox-Entwickler Massive Development hatte die Fan-Gemeinde bereits am 8. September über die illegale Alpha informiert und darauf hingewiesen, dass "die Weiterverbreitung und das Umgehen des Installationspasswortes illegal sei". Zudem behalten sich die deutschen Entwickler "bei Zuwiderhandlung alle juristischen Mittel vor". Dass dies keine leeren Drohgebärden sind und "gegen Zuwiderhandlungen" aktiv vorgegangen wird, bewies auch der Publisher Fishtank Interactive, der einer Person auf eBay.de den Verkauf der Alpha-Version verboten hat. (daa)