US-Forscher bemängeln laschen Umgang mit der Sicherheit
Das Computer Science and Telecommunications Board USA warnt erneut vor den Gefahren, die von Terroristen und Hackern ausgehen.
US-amerikanische Unternehmen sind anscheinend noch nicht genügend vor Terrorattacken gewarnt. Das Computer Science and Telecommunications Board (CSTB), eine Abteilung des National Research Council der USA, bemerkt einen laschen Umgang der Firmen mit der Sicherheit ihrer Computer und Netzwerke. Dadurch würden sie anfällig für Angriffe von Hackern und Terroristen. Ein Angriff beispielsweise auf das Verkehrskontrollsystem in Kombination mit einer Flugzeugattacke könnte einen größeren Schaden anrichten als den am 11. September 2001 entstandenen.
Die Forscher vom CSTB müssen sich fühlen wie einsame Rufer in der Wüste, denn sie warnen nicht erst seit den Terrorangriffen im vorigen Jahr vor den Gefahren im Cyberspace. Dabei stünden Lösungen längst zur Verfügung, heißt es in einem Bericht des CSTB. Heutige Sicherheitssoftware würde genügend Schutz vor Attacken bieten, doch werde sie noch zu wenig von Anwendern und Administratoren eingesetzt.
Das CSTB empfiehlt mehr Sicherheitstests, den Einsatz von biometrischen Authentifizierungssystemen und mehr Sicherheitstraining. Experten schätzen, dass US-amerikanische Unternehmen im Jahr 2001 12,3 Milliarden US-Dollar (13,8 Milliarden Euro) zur Beseitigung von Schäden aufwenden mussten, die durch Computerviren verursacht worden waren. Für dieses Jahr wird ein noch größerer Schaden prognostiziert. (anw)