Internet-Lebensmittelhändler vergeht Appetit am Online-Geschäft
Der ambitionierte Internet-Frischemarkt der tegut-Gruppe hat seine Pforten im Web auf Dauer geschlossen.
Einer der profiliertesten Internet-Lebensmittelhändler hat die Pforten seiner Einkaufs-Website auf Dauer geschlossen: Der von Wolfgang Gutberlet geführte tegut-Internet-Frischemarkt hat es nach Angaben des Betreibers nicht geschafft, "genügend Kunden für diese Art des Einkaufens zu begeistern". Daher sei man gezwungen, die Konsequenzen zu ziehen und das Online-Geschäft mit sofortiger Wirkung aufzugeben.
Die Online-Version des tegut-Markts war im Februar 2001 nach siebenmonatiger Entwicklungszeit an den Start gegangen. Die Testphase war zunächst auf ein halbes Jahr angesetzt und hatte sich auf Bestellungen aus den Landkreis Fulda beschränkt. Eine Heimzustellung vom Depot in Fulda aus wurde den Kunden mit rund vier Euro in Rechnung gestellt. Man rechnete zunächst mit einem durchschnittlichen Auftragswert von 40 bis 60 Euro, was sich aber schon bald als zu hoch herausstellte.
Die tegut-Gruppe betreibt in der Welt außerhalb des Datennetzes mehr als 300 Filialen und beschäftigt 7600 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwas mehr als einer Milliarde Euro erwirtschafteten. (pmz)