Postwendend Werbemüll
Spammer durchsuchen Websites nach E-Mail-Adressen und fluten die Postfächer mit unerwünschter Werbung.
Einen Beleg für die rege Aktivität von Adressensammlern im Web erbrachte der Betreiber von DSLreports.com: Er versteckte im Quelltext seiner Homepage einen Link auf eine Seite, die eine eigens dafür angelegte E-Mail-Adresse enthielt. Der Robot eines Adressensammlers durchsuchte die Website und fand den Link. Danach vergingen keine neun Stunden, bis die erste Werbe-Mail an die Adresse einging. Obwohl die Adresse nie benutzt oder anderswo veröffentlicht wurde, hat sich das Postfach seit Mai 2001 mit rund hundert Spam-Sendungen gefüllt; zum Ende des Jahres 2001 trafen praktisch täglich Spam-E-Mails ein.
Der Robot hat seine IP-Adresse in den Logfiles von DSLreports.com hinterlassen; es handelte sich um ein Kabelmodem in Arizona. Der DSLreports-Betreiber regt an, dass Behörden solche Fallen im Web aufstellen, um Adressensammlern und Spammern das Handwerk zu legen.
Der Artikel Versteckspiel in der aktuellen c't 4/2002 (S. 200) gibt Tipps, wie man E-Mail-Adressen auf Websites vor automatischen Sammel-Robots verstecken kann. (ad)