BSA klagt gegen kickme.to-Betreiber

Mitglieder des Anti-Raubkopierverbandes BSA haben versucht, einen Durchsuchungsbeschluss gegen den Betreiber des Web-Redirector-Service zu erwirken.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Mitglieder des Anti-Raubkopierverbandes Business Software Alliance (BSA) haben versucht, einen Durchsuchungsbeschluss gegen den Betreiber des Web-Redirector-Service kickme.to zu erwirken. Nach Angaben des Beklagten Maximilian Andersen sind Adobe, Autodesk, Macromedia und Microsoft mit ihrem Anliegen vor dem Gericht im schwedischen Landskrona allerdings gescheitert und wollen nun in Revision gehen.

Die BSA-Mitglieder wollten mit Hilfe einer Durchsuchung der Geschäftsräume von Andersen Beweise dafür finden, dass der Beklagte über seinen Webservice Copyright-Verletzungen ermögliche. kickme.to leitet gratis "komplizierte" Internet-Adressen, die beispielsweise von Gratis-Webspace-Anbietern gehostet werden, auf eingängige kickme.to-Subdomains um. Der Service erfreut sich wegen seiner Anonymität und Flexibilität -- der User kann seine Subdomain über ein einfaches Web-Interface jederzeit auf eine neue Seite umlenken -- insbesondere in der Warez-Szene großer Beliebtheit. Andersen selbst weist die Vorwürfe allerdings scharf zurück: Er könne nicht für Copyright-Verletzungen auf Websites verantwortlich gemacht werden, auf die er lediglich verweise. (wst)