Der Boom der Kommunikationswirtschaft ist in Deutschland vorbei
Eine Studie des Focus veranschlagt fĂĽr 2002 ein Wachstum von 4,9 Prozent.
Die Zeiten des Booms der deutschen Informations- und Kommunikationswirtschaft sind vorbei. Die Wachstumsraten fĂĽr das Jahr 2001 lagen bei 4,6 Prozent, fĂĽr das Jahr 2002 veranschlagt sie eine Studie des Nachrichtenmagazins Focus bei 4,9 Prozent. In den Vorjahren waren die Zuwachsraten noch doppelt so hoch. Am Weltmarkt fĂĽr Informationstechnik und Telekommunikation, der ein Volumen von 2,15 Billionen Euro hat, ist Deutschland nach den USA (36 Prozent) und Japan (11 Prozent) mit einem Anteil von sechs Prozent beteiligt.
Das größte Entwicklungspotenzial liege bei den Online-Diensten, geht aus der Studie hervor. Bei der Festnetztelefonie hingegen seien die Umsätze in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen. Dabei stoppte erstmals nach der Marktliberalisierung im vergangenen Jahr der Preisverfall. Trotz des hohen Abdeckungsgrads gehöre aber der Mobilfunk auch weiterhin zu den Wachstumstreibern der Telekommunikation. Der Handy-Boom der vorangegangenen Jahre garantiere den Betreibern der Mobilfunknetze ein solides Wachstum des Verkehrsaufkommens. Experten prognostizieren einen Marktzuwachs für 2002 von zwölf Prozent; im Jahr 2000 waren es noch 30 Prozent. (anw)