ThyssenKrupp will sich von Xtend trennen

Ohne Hast will sich ThyssenKrupp von einer Last befreien: FĂĽr die Multimediatochter Xtend gibt es langsfristig keinen Platz im Industriekonzern.

vorlesen Druckansicht 23 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Torge Löding

Ohne Hast will sich der Industriekonzern ThyssenKrupp von einer Last befreien: Für die Multimediatochter Xtend AG wird es langfristig keinen Platz mehr unter dem Dach der Thyssen-Holding geben. Das erklärte Peter Chylla, Chef der ThyssenKrupp Information Systems, in einem Gespräch mit der Rheinischen Post. Die IT-Aktivitäten konzentriert der Großkonzern, der aus einer Fusion von Thyssen, Krupp, Hoesch und Hoechst entstand und zu den Schwergewichten der deutschen Industrie gehört, auf das Systemhaus Triaton. Xtend macht mit seinen noch 300 Mitarbeitern gerade einmal zehn Prozent des Konzernumsatzes in diesem Segment aus, Triaton stemmt mit 2400 Mitarbeitern rund 80 Prozent.

Seit der Absetzung von Xtend-Chef Dieter Weißhaar im Sommer vergangenen Jahres sind Teile der Multimedia-Agentur wie das Web-Hosting bereits an Triaton überführt worden. "Wir haben einen Schnitt gemacht und den Geschäftsumfang um 40 Prozent zurückgefahren", sagte Chylla. Der Verlust betrage allerdings 50 Millionen Euro. Während sich Xtend um seine Bestandskunden kümmert, laufen hinter den Kulissen Verkaufsgespräche. Mit wem, drüber wollte sich im Haus ThyssenKrupp niemand äußern. Nur eines stellte Sprecher Stefan Ettwig gegenüber heise online klar: "Xtend ist keine Altlast, sondern ein konkurrenzfähiges Unternehmen. Das wird nicht verscherbelt." (tol)