Software-Unternehmen CPU korrigiert Prognose nach unten
Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat unterdessen im Zuge der Ermittlungen gegen die frühere CPU-Geschäftsführung eine Erklärung angekündigt.
Das börsennotierte Software-Unternehmen CPU hat seine Prognosen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Das ursprünglich angepeilte Ziel, bis Ende des Jahres operativ die Gewinnschwelle zu erreichen, werde verfehlt, teilte das Unternehmen am Freitag in Augsburg mit. Vielmehr sei für 2002 mit einem negativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3,3 Millionen Euro zu rechnen. Im ersten Halbjahr habe das EBITDA bereits minus 2,2 Millionen Euro betragen.
Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten sechs Monaten des Jahres um 63 Prozent auf 2,5 Millionen Euro verringert worden. Der Umsatz sei hingegen von 5,6 Millionen Euro auf 3,8 Millionen Euro zurück gegangen. Deshalb müssten auch die Erlös-Planzahlen für das Gesamtjahr um 22 Prozent auf 8,2 Millionen Euro nach unten korrigiert werden. Als Gründe für das Verfehlen der Ergebnis- und Umweltziele nannte der Hersteller von Standardsoftware für Finanzdienstleister die Krise im Finanzdienstleistungsbereich und die anhaltende Börsenschwäche.
Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat unterdessen im Zuge der Ermittlungen gegen die frühere CPU-Geschäftsführung eine Erklärung angekündigt. In der kommenden Woche werde er über den aktuellen Stand des Verfahrens berichten, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz auf Anfrage. Mitte Dezember hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg ein Ermittlungsverfahren gegen zwei ehemalige CPU-Vorstände, eine Ehefrau und Führungskräfte eingeleitet. Auch ein früherer Analyst der Bayerischen Landesbank geriet ins Visier der Staatsanwaltschaft, die wegen Verdachts auf Insiderhandel und Verdacht auf Manipulation des Aktienkurses ermittelt. (dpa) / (jk)