Gesichtserkennung gegen Führerscheinfälschung

Die Verkehrsbehörden in West Virginia, USA, testen eine Gesichtserkennungs-Software, die helfen soll, Fälschung und Missbrauch von Führerscheinen zu bekämpfen.

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Das Department of Motor Vehicles (DMV) in West Virginia, USA, testet im Rahmen eines viermonatigem Pilotprojekts im Bereich der Stadt Charleston die Gesichtserkennungs-Software FaceIt der Firma Visionics beim Vergleich von Gesichtszügen auf Führerscheinfotos. Der Einsatz computergestützter Gesichtserkennung soll helfen, Fälschung und Missbrauch von Führerscheinen einzudämmen. Hierbei geht es insbesondere um die Verwendung mehrerer Führerscheine für die gleiche Person – dergleichen ließ sich bislang nur schwer nachweisen.

Um einen Menschen eindeutig zu identifizieren, misst FaceIt die Abstände im Gesicht, zum Beispiel zwischen beiden Augen, der Nase und den Ohren oder von einem Mundwinkel zum anderen. Die Verkehrsbehörden verfügen über eine bebilderte Datenbank mit über zwei Millionen Einträgen, die mit Hilfe der Algorithmen von Visionics eine höhere Integrität erhalten soll. Das heißt zum Beispiel, dass doppelte Einträge erkannt und daraufhin Ermittlungen eingeleitet werden können. Ausnahmsweise haben selbst die Verbraucherschützer in diesem Fall keine Einwände gegen FaceIt, da es diesmal nicht zum Ausspionieren unbescholtener Bürger benutzt werden könne. Wenn sich der Test in Charleston als erfolgreich erweist, wollen die Behörden das System im ganzen Bundesstaat einführen. (cgl)