Onlinehändler Adori blickt in ungewisse Zukunft

Nach der weitgehenden Einstellung des operativen Geschäfts ist die Zukunft des Onlineshop-Anbieters Adori ungewiss.

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  • dpa

Nach der weitgehenden Einstellung des operativen Geschäfts ist die Zukunft des Onlineshop-Anbieters Adori ungewiss. Eine konkrete Lösung ist nach Darstellung von Vorstandsmitglied Martin Kagerer nicht in Sicht. Das wichtigste Ziel des Unternehmens sei es momentan, Kosten einzusparen und möglichst wenig Kapital zu verbrauchen, sagte Kagerer am Montag. Dazu seien auch weitere Entlassungen denkbar. Adori wurde unter anderem von Theo Lieven, ehemaliger Vorstandschef von Vobis, im März 1999 gegründet.

Adori hatte in der vergangenen Woche angekündigt, das Geschäft mit allen externen Online-Shops zum Jahresende zu beenden. Übrig bleibt nur der eigene Shop, über den das Unternehmen im Internet Bücher und Videos vertreibt. Zugleich hatte das Unternehmen den Ausstieg von Finanzvorstand Paul Smyth bekannt gegeben. Derzeit gibt es nach Worten von Kagerer Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern für den Adori-Shop. Ein Ergebnis sei noch nicht absehbar. Mit dem verbleibenden Kapital aus dem Börsengang in Höhe von 27 Millionen Euro sei das Überleben der Adori AG aber vorerst gesichert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/01 hatte das Unternehmen seine Ziele deutlich verfehlt und einen Verlust von 6,43 Millionen Euro erwirtschaftet. Als Konsequenz daraus entließ das Unternehmen 22 Mitarbeiter, was fast der Hälfte der Belegschaft entsprach. (dpa) / (anw)