Matsushita kündigt Konzern-Umbau an
Der Elektronikriese Matsushita will seine Unternehmensbereiche umstrukturieren, um Verluste durch Produktüberschneidungen einzudämmen.
Der japanische Elektronikriese Matsushita tut alles, um nicht weiter in die Verlustzone zu rutschen. Nachdem sich für den IT-Koloss aus dem fernen Osten seit seiner Gründung 1949 das erste Mal roten Zahlen angebahnt hatten, konzentriert sich der Konzern nun darauf, fünf seiner Unternehmensgruppen zu hundertprozentigen Tochtergesellschaften umzubauen. So sollen die Divisionen Matsushita Communication Industrial Co., Kyush Matsushita Electric Co., Matsushita Seiko Co., Matsushita Kotobuki Electronics Industries und Matsushita Graphic Communication Systems Inc. künftig als eigenständige Gesellschaften firmieren und auch arbeiten. Der Konzern will damit die Flut der eigenen Produktportfolios in den Griff kriegen, die in der Vergangenheit immer wieder zu Überschneidungen und damit zu hohen Kosten geführt hatten.
Gerüchte, dass die Maßnahmen auch JVC betreffen -- das Unternehmen gehört zu 52,4 Prozent Matsushita -- hat Präsident Kunio Nakamura US-Medien gegenüber zurückgewiesen. JVC sei eine etablierte Marke, die sich selber trage und deshalb auch in Zukunft als ein eigenständiger Konzern behandelt werde. (mur)