Siemens will in Lateinamerika zulegen
Im brasilianischen Manaus eröffnete der Konzern seine weltweit dritte Handyfabrik.
Der Siemens-Konzern will nun mit der Expansion auf den Mobilfunkmarkt in Brasilien und Lateinamerika Ernst machen. Zu Beginn der Woche hatte Siemens-Vorstandsmitglied Rudi Lamprecht verstärkte Auslandsaktivitäten angekündigt. Nun sagte er bei der Eröffnung einer neuen Handyfabrik im brasilianischen Manaus, dass der Konzern einen Platz unter den ersten drei Anbietern des Mobilfunkstandards GSM in der Region anstrebe. Bis 2004 solle der Marktanteil auf mindestens 25 Prozent ausgebaut werden. "Wir wollen uns von dem Kuchen, der jetzt gebacken wird, eine Riesen-Scheibe abschneiden", sagte ein Siemens-Sprecher in München.
In der nun weltweit dritten Siemens-Mobilfunkfabrik neben Werken in China und Deutschland können jährlich ein bis zehn Millionen Geräte hergestellt werden. Zum Angebot gehöre das komplette Spektrum vom Einsteiger- bis zum Business-Modell. Schätzungen zufolge werde der GSM-Anteil 2006 ein Drittel des gesamten lateinamerikanischen Mobilfunkmarktes ausmachen. Brasilien sei mit 24 Millionen Handynutzern bereits vor mehr als einem Jahr der neuntgrößte Mobilfunkmarkt weltweit gewesen. In den nächsten drei bis vier Jahren werde das Land Prognosen zufolge auf Platz vier aufrücken, berichtete Siemens weiter. (tol)