Ex-Gigabyte-Chef baut eigene Mainboard-Firma auf
Gigabyte-Mitbegründer Jack Ko übernimmt die Leitung des Monitor-Spezialisten Chun Yun und weitet das Geschäft auf Mainboards und Grafikkarten aus.
Das taiwanische Unternehmen Chun Yun möchte sich auf der CeBIT als neuer Hersteller von Mainboards und Grafikkarten vorstellen. Anfangs soll das Portfolio aus vier Boards für den Intel Pentium 4, einem Board für den AMD Athlon und einigen Grafikkarten bestehen.
Chun Yun existiert seit 1984 und stellt bisher hauptsächlich Monitore, Plasmabildschirme, Projektoren, Fernsehzubehör und ähnliches unter dem Markennamen Monivision her. Im Dezember hat Jack Ko, Mitbegründer und (bis dahin) Vizepräsident von Gigabyte, das Management von Chun Yun übernommen und beschlossen, die Geschäfte auf Mainboards und Grafikkarten auszuweiten. Gigabyte behauptet sich seit Jahren unter den Top 5 der Board-Hersteller, sodass Ko genügend Erfahrungen in dem Metier gesammelt haben sollte; zudem hat er einige Mitarbeiter abgeworben. Während Gigabyte bei den Grafikkarten Anfang des Jahres von Nvidia- auf ATI-Chips umgestiegen ist, will Chun Yun derzeit nur die Chips von Nvidia einsetzen.
Die neuen Produkte möchte Chun Yun unter dem Markennamen AlbaCom vermarkten, doch das stößt in Deutschland und der Schweiz auf Schwierigkeiten, da der Name im gleichen Marktsegment schon besetzt ist: Die AlbaCom Computerhandels GmbH in Geseke und Albacom in Maggia verdienen ihr Geld unter anderem mit dem Verkauf von Computer-Komponenten. Derzeit verhandeln die Anwälte der Firmen, sodass noch unklar ist, unter welchem Namen die geplante deutsche Niederlassung firmieren wird. (jow)