Bezahl-Musik: Statt Zahlen ein Strahlen
Der Betreiber des Musikportals popfile.de will zwar keine konkreten Zugriffszahlen nennen, zeigt sich aber sehr zufrieden.
Knapp eine Woche ist das neue Musikportal popfile.de nun online. Joachim Kirschstein, Marketingleiter bei Universal Music zieht eine erste Bilanz. Der Start sei "super" gelaufen, sagte er auf der Musikmesse Popkomm. Zeitweise sei der Ansturm auf das neue Angebot so hoch gewesen, dass die Telekom-Techniker Probleme gehabt hätten, die Server "oben" zu halten. Zugriffszahlen möchte er allerdings nicht nennen, nicht einmal Tageszahlen. Diese werde es erst geben, wenn die Einführungsphase des Angebotes komplett abgeschlossen sei.
Kirschstein betonte, dass die Philosophie von Universal darin läge, dem User den Zugang zur gewünschten Musik möglichst einfach zu machen. Dazu gehört in seinen Augen vor allem die Möglichkeit, aus verschiedenen Bezahl-Systemen zu wählen, von der Abbuchung über die Kreditkarte bis hin zur Auflistung der angefallenen Beträge auf der Telefonrechnung.
Popfile.de soll erst der Anfang sein: Universal plant, das Angebot in drei Phasen aufzubauen. Die zweite Phase wird am ersten Oktober beginnen. Dann sollen neben popfile.de sieben weitere Portale online gehen. In der dritten Phase, die etwa im März oder April nächsten Jahres anlaufen wird, sollen es dann schon Hunderte solcher Portale sein. Jedes Portal soll ein anderes Genre bedienen.
Auf popfile.de stehen derzeit circa 5000 Tracks im MP3-Format online, die für 99 Cent pro Stück heruntergeladen werden können. Der User bezahlt im Gegensatz zu den bisher üblichen Abo-Systemen für jeden einzelnen Track. Zum Download bereit stehen nicht nur unbekannte Bands, sondern auch Titel bekannter Künstler wie Bon Jovi oder Bryan Adams. Allerdings sind die MP3-Files mit einem Wasserzeichen versehen, was das Brennen auf CD erschwert. (Inga Rapp) / (mw)