Arbeitsplatzkarussell bei Debitel [Update]
Debitel-Vorstandschef Peter Wagner will in seinem Mobilfunkunternehmen Arbeitsplätze verlagern.
Debitel-Vorstandschef Peter Wagner will in seinem Mobilfunkunternehmen Arbeitsplätze verlagern, erklärte er in einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten. Auf Nachfrage erklärte eine Sprecherin von Debitel: "Wir schichten im Unternehmen um, weil wir uns an die aktuellen Verhältnisse anpassen müssen. Es geht jetzt eben nicht mehr primär um Kundenakquise, sondern um Kundenbindung. Die Abteilungen, die sich damit beschäftigen sitzen in Ettlingen, Kaiserslautern oder Saarbrücken und nicht in Stuttgart."
Ungefähr 260 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz am bisherigen Ort verlieren. "Wir richten auch eine interne Jobbörse für Mitarbeiter ein, die nicht umziehen wollen. Schließlich wollen wir nicht das Know-how dieser Beschäftigten verlieren", betonte die Sprecherin gegenüber heise online. In dem Stellenkarussell sieht sie gar eine Chance für das Unternehmen: "Der Markt ist zurzeit ruhig, wir haben nun Zeit und Gelegenheit neue Strukturen aufzubauen. Einzelne Abteilungen sind über die vier Standorte verteilt. Wenn wir die zusammenfassen, wird die Kommunikation verbessert und die Arbeit noch effektiver."
Unternehmenschef Peter Wagner sagte weiter zu den Stuttgarter Nachrichten: "Wir diskutieren derzeit mit unseren Betriebsräten darüber, die Verlagerung möglichst fair über die Bühne zu kriegen." Insgesamt wolle das Unternehmen die Beschäftigtenzahl von 2128 in Deutschland und 3544 europaweit stabil halten.
Für dieses Jahr rechnet das netzunabhängige Telekomunternehmen mit einem stagnierenden Markt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2001 war der Umsatz um zwei Prozent auf 1,85 Milliarden Euro gewachsen. (tol)