Studie: Auch Frauen werden den Netzwerkermangel nicht beheben
Frauen machen einen mehr oder weniger großen Bogen um Netzwerkjobs: Zum Jahresende 2000 waren in Europa nur 5,6 Prozent der Berufstätigen im Internet Networking Frauen, hat eine IDC-Studie im Auftrag von Cisco ergeben.
Frauen machen einen mehr oder weniger großen Bogen um Netzwerkjobs: Zum Jahresende 2000 waren in Europa nur 5,6 Prozent der Berufstätigen im Internet Networking Frauen, hat eine IDC-Studie im Auftrag von Cisco ergeben. Einbezogen wurden mit Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden, die Schweiz, Großbritannien und Nordirland die 13 größten westeuropäischen Länder. Obwohl die Berufstätigkeit von Frauen in Europa ganz unterschiedlich ausgeprägt ist, zeigen sie in allen Ländern wenig Neigung, im Netzwerkbereich zu arbeiten.
Relativer Spitzenreiter beim Frauenanteil ist Frankreich mit 8 Prozent, gefolgt von Belgien (7 Prozent) und Spanien (6,6 Prozent). Schlusslicht ist Österreich mit 4,1 Prozent. Die Schweiz mit 4,8 Prozent und Deutschland mit 5 Prozent erreichen gerade so eben das untere Mittelfeld. Deutlicher sind die Unterschiede bei den Zukunftsprognosen: So soll der Frauenanteil in Frankreich bis 2004 auf 12,4 Prozent steigen, gefolgt von Spanien (9 Prozent) und Finnland (8,9 Prozent), während Deutschland mit lediglich 6 Prozent vom derzeitigen siebten auf den zehnten Platz zurückfallen soll. Insgesamt erwarten die Herausgeber der Studie eine Verdopplung der weiblichen Berufstätigen bis 2004 auf etwa 94.000. Wegen der gleichzeitig vorhergesagten steigenden Zahl männlicher Netzwerker entspräche dies aber auch nur 7,3 Prozent der Berufstätigen im Bereich Networking.
Trotz der Einbrüche in den vergangenen Monaten geht die Studie davon aus, dass diese Steigerungen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, sodass der europaweite Fachkräftemangel im Networking-Bereich bis 2004 auf über eine halbe Million ansteigen könnte. Basis hierfür ist allerdings eine frühere, im Mai 2001 veröffentlichte Studie. (anm)