Softwarehaus PSI zur Halbzeit wieder in den roten Zahlen
Nun will das am Neuen Markt notierte Unternehmen die Restrukturierungsmaßnahmen beschleunigen.
Nach einer kurzen Rückkehr in die Gewinnzone ist das Berliner Softwarehaus PSI drei Monate später wieder in die roten Zahlen gerutscht. Das am Neuen Markt notierte Unternehmen will aufgrund der "anhaltend schwachen Marktsituation im angelaufenen dritten Quartal" die Restrukturierungsmaßnahmen beschleunigen. Dies umfasse weitere "gezielte Personalanpassungen", die Zusammenlegung von Geschäftsstellen sowie die weitere Konzentration auf das Kerngeschäft, teilt die PSI AG mit.
Für das erste Halbjahr 2002 weist der Konzern einen Verlust von 1,81 Millionen Euro aus gegenüber einem Minus im Vorjahreszeitraum von 0,28 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den ersten sechs Monaten minus 0,64 Millionen Euro nach 1,49 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Konzernumsatz verringerte sich um 2,9 Prozent auf 77,25 Millionen Euro. Im Juni hatte PSI erklärt, 2002 einen Gewinn von sieben Millionen Euro und ein Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent anzustreben. 2001 wurde ein Konzernverlust von 5,1 Millionen Euro ausgewiesen. An der Börse verloren PSI zum Handelsbeginn mehr als 17 Prozent auf 1,60 Euro.
Das zweite Quartal sei von langwierigen Entscheidungen bei IT-Investitionen und Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung geprägt gewesen, erklärte der Konzern. Dies habe sich besonders im Bereich Maschinen- und Anlagenbau negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Der Auftragseingang habe im ersten Halbjahr bei 68 Millionen Euro gelegen, der Auftragsbestand bei 110 Millionen Euro. PSI entwickelt Software für das Management großer Netze in Energiewirtschaft, Telekommunikation und Verkehr. Dort arbeiten zurzeit noch 1356 Mitarbeiter. (anw)