Ciena verliert wieder

Der Ausrüster für optische Netzwerke hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs einen Verlust von 70,6 Millionen Dollar gemacht.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 1 Min.

Hohe Verluste und massive Entlassungen -- das vergangene Geschäftsjahr endete gar nicht gut für Ciena. Und das laufende begann nur geringfügig besser: Der Ausrüster für optische Netzwerke hat im ersten Quartal 2001/2002, das am 31. Januar endete, einen Verlust von 70,6 Millionen US-Dollar (81 Millionen Euro) oder 22 US-Cents pro Aktie gemacht. Im entsprechenden Vorjahresabschnitt konnte das Unternehmen noch schwarze Zahlen in Höhe von 53,2 Millionen US-Dollar summieren. Der Quartalsumsatz sackte drastisch von 352 Millionen US-Dollar auf nur noch 162,2 Millionen Dollar ab.

Milde Miene zum bösen Spiel macht Präsident und CEO Gary Smith. Die operativen Kosten hätten sich immerhin um 9 Prozent verringert. Zwei der bisher wichtigsten Kunden dürften erheblich weniger abnehmen als bisher angedeutet. Smith rechnet deshalb für das zweite Quartal mit einem weiteren Umsatzrückgang auf 100 Millionen US-Dollar. Wegen des schwierigen geschäftlichen Umfelds sollen die Kosten weiter reduziert werden.

Vor wenigen Tagen hatte Ciena die Übernahme des amerikanischen Faseroptik-Ausrüsters ONI Systems im Zuge eines Aktientauschs für 900 Millionen US-Dollar angekündigt. Die Produktpaletten beider Unternehmen sollen sich ergänzen, hieß es. Während Ciena stärker auf Ausrüstungen für überregionale Netzwerkbetreiber spezialisiert ist, verkauft ONI Produkte für die Verwendung in Ballungsgebieten. (anw)