Islamistischer Uni-Mitarbeiter attackiert Israel
"Ajatollah Chamenei und der öffentliche Dienst" titelte die FAZ, und an der Bremer Universität prüft jetzt deren Rechtsabteilung die Vorwürfe des Blattes gegen einen ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter.
Yavuz Özoguz betreibt die Website Muslim-Markt, auf der er schweres Geschütz gegen Israel auffährt: "Die Arbeiten", so ist dort zu lesen, "richten sich ausschließlich gegen die Verantwortlichen des Zionismus und des Pseudostaates 'Israel', der auf Unrecht aufgebaut ist." Gegen Israel gerichtete Boykottaufrufe lassen zusätzlich keinen Zweifel an der Gesinnung des Betreibers aufkommen, der sich allerdings vom Nationalsozialismus ausdrücklich distanziert.
Nach Recherchen der FAZ betreibt Yavuz Özoguz, Oberingenieur am Institut für Umweltverfahrenstechnik der Universität Bremen, ein ganzes Netzwerk islamistischer Webseiten. Von der Seite des Delmenhorster Vereins "Islamischer Weg e.V." gelangt man per Mausklick zu "Imam Khameini", beim DENIC ebenfalls auf Özoguz registriert. Nach DENIC-Angaben ist Özoguz auch Inhaber einer Website, die neben weiteren islamischen Organisationen auch das Islamische Zentrum Hamburg verlinkt, das offen zur islamischen Revolution aufruft. "Für den Export der islamischen Revolutionsidee," schreibt der Hamburger Vefassungsschutzbericht, "spielt in Deutschland das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) -- Träger der Imam-Ali-Moschee -- eine wichtige Rolle."
Nun prüft die Rechtsabteilung der Bremer Universität die Vorwürfe der FAZ. Die Universitätsleitung verzichtete aber bis jetzt auf dienst- und arbeitsrechtliche Konsequenzen, nimmt die Vorwürfe der FAZ jedoch sehr ernst. "Im übrigen betont das Rektorat," so eine Mitteilung der Bremer Alma Mater, "dass die Universität Diskriminierungen oder Gewaltaufrufen irgendeiner Art keinen Raum gibt". (Holger Bruns) / (anw)