Kleinaktionäre wollen Telekom-Vorstand nicht entlasten

Wenige Wochen vor der Hauptversammlung der Telekom formiert sich der Widerstand von Kleinaktionären gegen den Vorstand um Konzernchef Ron Sommer.

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  • dpa

Wenige Wochen vor der Hauptversammlung der Telekom formiert sich der Widerstand von Kleinaktionären gegen den Vorstand um Konzernchef Ron Sommer. Wegen der "katastrophalen Kursentwicklung" will die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Binnen eines Jahres habe die T-Aktie 42 Prozent an Wert verloren, teilten die Aktionärsschützer am Montag mit. Als Gründe hierfür nannte die SdK unter anderem den verschobenen Schuldenabbau und die ungewissen Ertragsaussichten im UMTS-Geschäft.

Vor einigen Wochen hatte die Düsseldorfer Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bereits angekündigt, dem Telekom-Vorstand die Entlastung zu verweigern. Die SdK wirft zudem dem Aufsichtsrat vor, die Gesamtbezüge des Vorstands um 90 Prozent erhöht zu haben. Dies sei ein falsches Signal gewesen. Angesichts der geplanten Dividendenkürzung um 40 Prozent hätten die Bezüge sinken müssen. Auch das oberste Kontrollgremium will die SdK auf dem Aktionärstreffen am 28. Mai in Köln nicht entlasten. (dpa) / (jk)