Gute Aussicht für Satellitenprojekt Galileo
Die EU-Verkehrsminister wollen jetzt über das EU-Navigationssysten Galileo entscheiden.
Die Chancen für den Start des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo stehen gut, heißt es in Medienberichten. Nachdem das Europäische Parlament grünes Licht gegeben hat, müssen sich am morgigen Dienstag nun die EU-Transportminister auf die Details für die Konkurrenz zum US-System Global Positioning System (GPS) einigen.
Besonders die Vertreter aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden galten bislang als Galileo-Kritiker. Sie scheuten besonders die nötige Investition von rund 3,4 Milliarden Euro und hatten bezweifelt, dass sich private Investoren an dem Projekt beteiligen würden. Auf dem Gipfeltreffen am vergangenen Wochenende in Barcelona hatten sich aber Berichten zufolge die EU-Regierungschefs einstimmig zugunsten von Galileo geäußert.
Befürworter hoffen auf ein Jobwunder aus dem All: Das Navigationssystem werde mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Der politische Vorteil liege in der Unabhängigkeit von GPS, das vom US-Militär betrieben wird und in Kriegszeiten nur eingeschränkt nutzbar sein soll. Wenn sich die Minister am Dienstag einigen, könnte der erste Galileo-Satellit 2006 gestartet werden und das System ab 2008 uneingeschränkt arbeiten. (tol)