Jobs in Gefahr bei Schäfer IT in Dresden
Sorgen machen sich die Mitarbeiter des Dresdner Computerherstellers Schaefer IT. Einem Zeitungsbericht zufolge sind dort 180 Arbeitsstellen gefährdet.
Sorgen machen sich die Mitarbeiter des Dresdner Computerherstellers Schaefer IT. Einem Bericht in der Sächsischen Zeitung zufolge sind dort Arbeitsplätze in Gefahr. Geschäftsführer Christian Michel berichtete dem Blatt, dass sich mit der Actebis Holding einer der Hauptkunden seiner Firma zurückgezogen habe und deshalb erneut mit einem Stellenabbau zu rechnen sei. Bereits vor einem Jahr hatte der Betrieb rund zehn Prozent der Beschäftigten auf die Straße gesetzt. "Die Firma Actebis hat uns mündlich informiert, dass sie aus dem Eigenmarkengeschäft aussteigt", erklärte Michel auf Nachfrage von heise online.
Ein Actebis-Sprecher bestätigte den Rückzug seines Unternehmens. "Der Bereich Desktop-PCs und Server wird -- analog den Marktanforderungen -- schrittweise zurückgefahren", heißt es in einer Mitteilung der Otto-Versand-Tochterfirma. Auch bei Actebis geht nun die Furcht vor möglichen Entlassungen um.
Nach dem Bericht der Sächsischen Zeitung seien bei Schäfer IT in Dresden sogar 180 Arbeitsplätze gefährdet. Diese Zahl weist Michel zurück: "Die genannte Zahl entbehrt jeglicher Grundlage und wurde an keiner Stelle von Seiten der Geschäftsführung im Unternehmen kommuniziert. In dieser Verbindung von Stilllegung oder Konkurs zu sprechen, ist extrem geschäftsschädigend", lässt sich der Geschäftsführer zitieren.
Dem Zeitungsbericht zufolge hatte Schäfer IT-Systems den ersten Spatenstich für eine neue Fertigungsstätte in der sächsischen Landeshauptstadt erst Mitte Dezember vollzogen. "Das Projekt ist nicht gefährdet", sagte Michel gegenüber der Zeitung. In den Neubau auf dem 4,6 Hektar großen Gelände sollen mehr als 15 Millionen Euro investiert werden. (tol)