Swisscom steigert Reingewinn deutlich
Der Schweizer Telecom-Konzern, Muttergesellschaft von debitel, hat 2001 den Reingewinn um 57 Prozent auf fast 3,4 Milliarden Euro gesteigert.
Der Schweizer Telecom-Konzern Swisscom hat 2001 den Reingewinn um 57 Prozent auf fast fünf Milliarden Franken (3,4 Milliarden Euro) gesteigert. Einer der Gründe für die hohen Gewinne war allerdings der Verkauf von 25 Prozent der Swisscom Mobile AG an Vodafone, was alleine 3,8 Milliarden Franken (2,6 Milliarden Euro) einbrachte. Der Umsatz pendelte sich in einem stabilen Marktumfeld bei 14,17 Milliarden Franken (9,7 Milliarden Euro) ein, ein Plus von 0,8 Prozent. Das Verkehrsvolumen im Festnetz ebenso wie im Mobilfunk habe man jeweils um über 13 Prozent steigern können. Die deutsche Tochter debitel weist jedoch einen Umsatzrückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus; das Wachstum im deutschen Mobilfunkgeschäft habe sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte vor allem wegen der Erfolge von Swisscom Mobile um 9,3 Prozent auf 4,41 Milliarden Franken (3 Milliarden Euro). Swisscom befinde sich in einer ausgezeichneten Finanzlage, rechne aber für dieses Jahr mit nur einem leichten Umsatzwachstum. Angestrebt werde ein EBITDA in Höhe des Vorjahres. Der Reingewinn werde "wesentlich tiefer" liegen, hieß es bei der Swisscom. "Die finanzielle Verfassung der Swisscom-Gruppe ist dank Verbesserungen im operativen Geschäft und einer gezielten Investitionspolitik in den letzten Jahren äußerst robust", betonte der Schweizer Konzern. Die Nettoliquidität habe sich zum Ende des Jahres 2001 auf 2,9 Milliarden Franken (rund 2 Milliarden Euro) belaufen, die flüssigen Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen lagen bei 7,1 Milliarden Franken (4,9 Milliarden Euro). (jk)