Software-Problem schadet Agilent-Bilanz
Hersteller Oracle treffe keine Schuld an den Startschwierigkeiten mit dem Business-Programm, meint der Messtechnik- und Photonik-Spezialist.
Der angeschlagene US-Messtechnik- und Photonik-Spezialist Agilent beschlieĂźt das dritte Quartal 2001/2002 mit einem saftigen Netto-Verlust von 228 Millionen US-Dollar oder 49 Cent pro Aktie -- im Vergleich zu einem Verlust von 225 Millionen (ebenfalls 49 Cent pro Aktie) vor einem Jahr. In dem Ergebnis enthalten sind Aufwendungen fĂĽr Restrukturierung und Ammortisierung. Der Umsatz fiel von 1,82 Milliarden Dollar vor einem Jahr um 24 Prozent auf nun 1,39 Milliarden. Analysten hatten mit 1,55 Milliarden gerechnet.
Zumindest 105 Millionen Dollar Umsatz und 70 Millionen Dollar operativer Gewinn habe die Implementierung der neuen Business-Software zur Ressourcen-Planung gekostet, die von Oracle stammt. Die Kosten der Einführung seien das Equivalent einer Woche Arbeit. "Die Einführung der neuen Software hat viele Prozesse im Unternehmen zunächst verlangsamt", meint CEO Ned Barnholt. Das habe mehr Kosten verursacht als zunächst angenommen. Nun laufe aber alles problemlos -- dem Hersteller Oracle möchte Agilent nicht die Schuld an den Anlaufschwierigkeiten geben. (tol)