Finanzkrise bei DataDesign spitzt sich zu
Bis Ende Juli überschritt der Verlust des Softwarehauses die Hälfte des Grundkapitals.
In den Gesichtern von Investoren und Management beim Softwarehaus DataDesign mehren sich die Sorgenfalten. Bis Ende Juli habe der Verlust die Hälfte des Grundkapitals überschritten, informiert das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Es werde daher gemäß Paragraph 92 des Aktiengesetzes eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen.
Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von sieben Millionen Euro einen Vorsteuerverlust von 1,9 Millionen Euro gemacht. Das Unternehmen wurde unter anderem durch Integrationskosten für das Geschäft mit Finanzsoftware des insolventen Unternehmens Brokat belastet. DataDesign hatte das Kerngeschäfts des einstigen Börsenstars Anfang des Jahres übernommen.
Die anfängliche Freude der Aktionäre über den Zukauf hielt nicht lang an. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 4,49 Euro im Januar fiel die Aktie bis zum Sommer auf unter einen Euro. Am Dienstag rutschte die Aktie bislang um 35 Prozent auf 0,55 Euro ab. (anw)