Xbox und GameCube bringen Bewegung in den Konsolenmarkt

Mit unterschiedlichen Konzepten machen Microsofts XBox und Nintendos GameCube bald auch in Deutschland der Playstation 2 von Sony Konkurrenz.

vorlesen Druckansicht 169 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Zur CeBIT die XBox von Microsoft, im Mai Nintendos GameCube: Dem Platzhirsch auf dem Spielekonsolenmarkt, Sonys Playstation 2, droht jetzt auch in Deutschland eine starke Konkurrenz. Doch die einzelnen Geräte unterscheiden sich erheblich voneinander, schreibt c't in der aktuellen Ausgabe 5/02.

Um der Playstation 2 ernsthaft Paroli bieten zu können, hat Microsoft einen ganz eigenen Weg eingeschlagen: Als erste Spielekonsole ist die Xbox im Inneren komplett aus PC-Komponenten aufgebaut. Die eingebaute Festplatte ermöglicht die Speicherung von umfangreichen Spielständen, was bisher nur auf dem PC möglich war. Mit Online-Spielen gegen Mitspieler aus aller Welt will Microsoft mit der Xbox eine weitere Domäne des PCs erobern. Doch dabei setzt Microsoft zum einen auf Spieler mit DSL-Anschluss, zum anderen sollen Spiele für den Online-Spaß erst im Sommer auf den Markt kommen. Das heißt, man muss bei der Xbox viel Geld für Hardware bezahlen, die man noch gar nicht richtig nutzen kann.

Wer die Xbox auch als DVD-Player einsetzen möchte, muss zum Grundpreis von 479 Euro noch 50 Euro für das Playback Kit und zusätzlich 30 Euro für ein spezielles Kabel bezahlen, wenn das Gerät dabei Digital-Surround-Sound wiedergeben soll. Da liegt der Preis von knapp 300 Euro für die Playstation 2 mit eingebautem DVD-Player weitaus niedriger. Mit 249 Euro präsentiert sich der GameCube als die günstigste Konsole. Jedoch beschränkt sich das Gerät von Nintendo rein auf das Spielvergnügen. Von den DVD-Eigenschaften der anderen Geräte sollte man aber auch nicht zu viel erwarten: Die beiden Konsolen sind im Vergleich zu herkömmlichen DVD-Playern im Betrieb weitaus lauter, so dass bei einem ruhigen Film der Hörspaß schnell vergeht.

Der Spiele-PC-Markt gerät jetzt zunehmend unter Druck. Zwar behält er vorerst seine Domäne bei den Online-Spielen, und die Spiele selbst sind in der Regel deutlich preiswerter. Doch auf dem Konsolenmarkt steht bald ein Preiskampf bevor. (ad)