Kostenpflichtige Web-Inhalte: Surfer bevorzugen Monatspauschalen
Nach einer Emnid-Umfrage favorisieren deutsche Nutzer als Bezahlmodell fĂĽr Web-Inhalte eindeutig Monats-Pauschalen. Pay-per-Click-Angebote werden dagegen mehrheitlich abgelehnt.
Deutsche Internetnutzer favorisieren als Bezahlmodell fĂĽr Web-Inhalte eindeutig Monats-Pauschalen. Pay-per-Click-Angebote werden dagegen mehrheitlich abgelehnt. Das ist das Ergebniss einer Umfrage zu Bezahlinhalten, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Fachzeitschrift Absatzwirtschaft durchgefĂĽhrt hat. Bei kostenpflichtigen Online-Tageszeitungen wollen 46 Prozent aller Befragten einen festen Monatsbetrag bezahlen, 31 Prozent bevorzugen Pay-per-Click. Auch bei Erotik-Sites und Suchmaschinen liegen Pauschalen deutlich vor der Einzelabrechnung je Seite.
Die Zahlungsbereitschaft unter Internet-Nutzern ist allerdings insgesamt gering: Zwei Drittel der Leser von Online-Zeitungen lehnen das Bezahlen für Inhalte ab. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam kürzlich eine Studie des Schweizer Meinungsforschungsinstitut Prognos. Demnach wird der Verkauf publizistischer Inhalte auf eine kleine Marktnische beschränkt bleiben.
Insgesamt gesehen gibt Emnid den Verlagen die größten Chancen im kostenpflichtigen Web: Wenn bezahlt werden soll, dann am ehesten für Tageszeitungen. Erst danach folgen Erotik-Angebote und Suchmaschinen. Das Umfrage-Ergebnis könnte aber zumindest im Bereich Cyber-Sex nicht ganz der Realität entsprechen: Ein Emnid-Consultant räumte ein, dass Befragte oft falsche Angaben machten, wenn es um die Nutzung von Erotik-Angeboten gehe. (hod)