Telecom Italia weiter tief in den roten Zahlen
Der italienische Telecom-Konzern musste auch eine Nettoverschuldung von 21,9 Milliarden Euro ausweisen.
Der italienische Konzern Telecom Italia ist im vergangenen Jahr tief in der Verlustzone geblieben, wie bereits bei der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen befürchtet wurde. Der Nettoverlust stieg vor allem wegen hoher Abschreibungen auf 2,07 Milliarden Euro, nachdem bereits ein Verlust von 2,03 Milliarden Euro im Jahr zuvor angefallen war. Abschreibungen und Rückstellungen für drohende Verluste machten alleine 4,6 Milliarden Euro aus; sie seien insbesondere auf das internationale Engagement sowie die Tochtergesellschaft Seat Pagine Gialle zurückzuführen, erklärte der Konzern.
Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte dagegen um 11,5 Prozent auf 13,62 Milliarden Euro zu; das EBITDA will der ehemalige italienische Staatskonzern in den nächsten Jahren jeweils um 5,5 Prozent steigern. Der Umsatz stieg um 13,4 Prozent auf 30,82 Milliarden Euro. Im Festnetzbereich musste Telecom Italia ein Umsatzminus von 1,3 Prozent auf 17,3 Millionen Euro verbuchen, nach Angaben des Konzerns vor allem wegen geringerer Umsätze bei der traditionellen Sprachtelefonie. Die Anzahl der verkauften Breitband-Datenanschlüsse stieg dagegen um 239 Prozent auf 390.000 Stück. Beim Mobilfunk kann Telecom Italia inzwischen 23,95 Millionen Anschlüsse und ein Telefonie-Aufkommen von 34 Milliarden Minuten verbuchen. Die Nettoverschuldung, mit der Telecom Italia wie so viele andere Telecom-Konzerne auch zu kämpfen hat, klettere erneut um 4,7 Milliarden Euro auf 21,9 Milliarden Euro. (jk)