Bertelsmann rechnet mit Rekordjahr 2002
Der Medienriese meint festgestellt zu haben, dass das operative Geschäft deutlich anziehe.
Der Medienriese Bertelsmann rechnet 2002 mit einem Rekordjahr. Wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte -- die mit 25 Prozent an Bertelsmann beteiligte GBL ist an der Börse notiert -- ziehe das operative Geschäft deutlich an. Daher werde das Ergebnis sogar noch über dem bisherigen Spitzenjahr 2000/2001 liegen. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres lägen faktisch alle Unternehmensbereiche über den Ergebnissen des Vorjahres. Trotz Konjunkturkrise könne Bertelsmann "mit einer starken Kapitalausstattung und entsprechend hohen Schlagzahl agieren", meinte der Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff.
Bereits für das vergangene Rumpfgeschäftsjahr (1. Juli bis 31. Dezember 2001) meldete Bertelsmann positive Zahlen, die allerdings schwer vergleichbar sind: Zum einen hatte die Bertelsmann AG im vergangenen Jahr die Umstellung des Geschäftsjahres, bislang von Jahresmitte zu Jahresmitte gerechnet, auf das Kalenderjahr beschlossen. Außerdem wurde die Bilanzierungsmethode von den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) auf die International Accounting Standards (IAS) umgestellt.
Für das Rumpfgeschäftsjahr 2001 weist der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen von 1,7 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von 931 Millionen Euro aus. Der Umsatz betrug 9,7 Milliarden Euro. Mit gesenkten Netto-Finanzschulden in Höhe von 422 Millionen Euro weise Bertelsmann eine im Marktvergleich geringe Verschuldung auf. Die Einnahmen aus dem Verkauf der AOL-Europe-Anteile schlugen im Berichtszeitraum mit 2,2 Milliarden Euro zu Buche. Diese seien für die Verbesserung der operativen Geschäfte eingesetzt worden. (dpa) / (jk)